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Der strategische Nutzen der Patentanalyse im Marketing: Ein vielseitiger Ansatz


Patente als strategisches Marketinginstrument

In der dynamischen Welt des modernen Marketings sind Einblicke in internationale Märkte, die Entschlüsselung von Wettbewerberstrategien und die Beherrschung technologischer Trends entscheidend für den Erfolg. Obwohl Patente häufig als ein juristisches Instrument angesehen werden, kann ihre Analyse ein ideales Werkzeug für Marketingabteilungen sein, das wertvolle Einblicke bietet, die den Unterschied ausmachen können. Wie erfolgreich das geht, zeigt u.a. NASDAQ.



Transparenz in internationalen Märkten


Internationale Märkte zu verstehen ist eine zentrale Herausforderung für Marketingfachleute. Überraschenderweise sind Patente ein leistungsfähiges Instrument, um diese Märkte zu beleuchten. Wenn ein Unternehmen international Patente anmeldet, ist dies ein Zeichen für seine Absicht, in diesen Regionen zu konkurrieren und zu expandieren. Patentdatenbanken wie die der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) oder des Europäischen Patentamts (EPA) bieten eine Fülle von Informationen über weltweit angemeldete Patente. Durch die Analyse dieser Patente können Marketingabteilungen Einblicke in globale Marktstrategien gewinnen. Sie können erkennen, in welchen Regionen Wettbewerber ihre Anstrengungen konzentrieren, die Marktnachfrage einschätzen und sogar kulturelle Nuancen verstehen, die die Produktakzeptanz beeinflussen. Diese Transparenz ermöglicht fundiertere Entscheidungen und zielgerichtetere Marketingkampagnen.


Aktivitäten der Wettbewerber aufdecken


Einer der überzeugendsten Aspekte der Patentanalyse für das Marketing ist ihre Fähigkeit, die Aktivitäten der Wettbewerber aufzudecken. Patente dienen als Blaupause für die innovative Ausrichtung eines Unternehmens. Durch die Analyse von Konkurrenzpatenten können Marketingexperten nicht nur in der Entwicklung befindliche Produkte und Technologien identifizieren, sondern auch deren Eigenschaften, Funktionalitäten und Alleinstellungsmerkmale. Mit diesem Wissen können Marketingteams ihre Strategien anpassen, um entweder effektiv zu konkurrieren oder ungenutzte Marktnischen zu finden. Dies ist ein leistungsfähiges Instrument, um nicht nur auf dem Laufenden zu bleiben, sondern sogar einen Schritt voraus zu sein.


Aufkommende Technologietrends aufspüren


Marketingstrategien sind dann erfolgreich, wenn sie sich an aufkommenden technischen Trends orientieren. Patente sind eine frühe Manifestation von Innovation. Durch die Beobachtung von Patentanmeldungen und ihrer zeitlichen Entwicklung können Marketingabteilungen erkennen, in welche Richtung sich die Technologie entwickelt. Dieser proaktive Ansatz ermöglicht es, Produkte oder Dienstleistungen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu positionieren und das Interesse der Verbraucher und die Begeisterung der Industrie für neue Technologien zu nutzen. So bleiben Marketingkampagnen frisch, relevant und auf der Höhe der Zeit.


Qualität vor Quantität


Auch wenn die Gesamtzahl der Patentanmeldungen aufschlussreich ist, ist es wichtig, über die reine Quantität hinauszublicken. Noch wichtiger sind die Qualität und der Wert der Patente, um nicht auf irreführende Patentanmeldestrategien hereinzufallen - und für jede eingehende Analyse. Patente von hoher Qualität sind solche, die bahnbrechende Technologien abdecken oder eine starke Sperrwirkung haben. Die Konzentration auf die Patentqualität hilft Vermarktern, Bereiche mit echtem Wachstumspotenzial zu identifizieren. Es geht nicht nur darum, Innovationen zu beanspruchen, sondern echte Innovationen und Trends zu erkennen.


Die Patentanalyse ist ein vielseitiges Instrument ist - auch und gerade für Marketingabteilungen. Sie ermöglicht den Blick auf internationale Märkte, offenbart die Strategien der Wettbewerber und zeigt neue technische Trends auf. Die Betonung der Patentqualität gegenüber der Patentquantität stellt zudem sicher, dass die Marktforschung auf fundierten Informationen beruht. Auf der Grundlage dieser Informationen können Marketingfachleute Strategien entwickeln, die nicht nur reaktiv, sondern auch proaktiv sind und so einen Wettbewerbsvorteil in einem sich ständig weiterentwickelnden globalen Markt schaffen.

Besonders eindrucksvoll hat dies in jüngster Zeit der US amerikanische Indexprovider NASDAQ bewiesen:

Anhand der Zusammensetzung des Patentportfolios, seiner Werte, seiner Entwicklung und weiteren Indikatoren identifiziert NASDAQ Unternehmen, die systematisch an (disruptiven) Innovationen arbeiten. Diese hat sie nun in einem neuen Aktienindex zusammengefasst (NASDAQ US LARGE CAP SELECT DISRUPTORS) und Anfang August veröffentlicht. Interessant dabei ist, dass dieser trotz seiner sehr kurzen Laufzeit bisher eine deutlich bessere Performance als sein Benchmark aufweist und die Eingangsthese damit zu stützen scheint.

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