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Qualcomm ist deutlich mehr wert – Broadcom will den Konkurrenten für 130 Milliarden Dollar übernehmen

November 8, 2017

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Das Problem bei der Verwendung von Patentanmeldungen als Trendindikator

July 15, 2019

In der Statistik ist es als das Gesetz der großen Zahlen bekannt: je größer die Referenzmenge ist, desto geringer fallen Unterschiede auf, einzelne Ausreißer verschwinden in der Masse, Abweichungen gehen in einem Grundrauschen unter. Eine neue Studie untersucht die Zusammenhänge von der Anzahl lebender Patente in einem Patentportfolio und den Werten. Dass es einen globalen Zusammenhang gibt, liegt auf der Hand, doch bei genauem Betrachten ist überraschend, wie heterogen, dieser Zusammenhang ist und zu welch falschen Erkenntnissen die reine Auszählung von Patenten führen kann.

 

 

Zwei zuletzt veröffentlichte Studien der InTraCoM GmbH belegen eindrucksvoll, wie trügerisch Korrelationsanalysen auf großen Datenbeständen sind. Bei einer geeigneten Segmentierung z.B. nach Unternehmensgrößen, Branchen oder Ländern werden Korrelationen zwischen der Anzahl von lebenden Patenten und deren Werte immer weniger signifikant und immer größer in der Streuung.

Abweichungen vom Durchschnitt werden größer, je spezieller das Segment ist

Im Klartext bedeutet dies: Möchte man Auffälligkeiten finden, z.B. welche Branche die wertvollsten Patente hat, welche Länder oder welche Unternehmensgrößen am innovativsten sind, dann weichen Anzahl Patente und deren Werte immer mehr voneinander und vom Durchschnitt ab. Das bedeutet, dass die Auszählung von Patenten zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen käme, als die Betrachtung der jeweiligen Patentwerte. Dies zeigt die Studie in Gegenüberstellungen auf eindrucksvolle Art und Weise.

Besonders eindrucksvoll ist in diesem Zusammenhang die Betrachtung von Patenten zu „nachhaltigen“ Technologien. Hier hätte die Auszählung der lebenden Patente zu negativen relativen Trend zum Ergebnis gehabt, obgleich die Berechnung der relativen Patentwerte, einen steigenden bzw. stagnierenden Trend aber auf höherem Wertniveau aufweist. Hierzu wurde im letzten Blogbeitrag bereits berichtet.

Hier geht es zur Studie.

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