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Dr. Kiehne im Interview mit TechTimes: "das Lackmuspapier für geistiges Eigentum"

September 10, 2018

Die InTraCoM Group bewertet Patente, Patentfamilien oder ganze Unternehmensportfolien qualitativ und monetär. Mit den von ihr entwickelten Analysenverfahren gehört das Unternehmen seit vielen Jahren zu den globalen Marktführern. Anlässlich des soeben an die Gruppe verliehenen „ACQ5 Awards“ sprach das Online-Magazin TECHTIMES mit Geschäftsführer Dr. Dierk-Oliver Kiehne.

 

 

TECHTIMES: Herr Dr. Kiehne, die InTraCoM Group erhielt in den letzten Monaten und schon in den vergangenen Jahren etliche Auszeichnung renommierter Institute, was steckt hinter dem gerade an Sie vergebenen „ACQ5 Award“?

KIEHNE: Jedes Jahr führt das ACQ Magazin Umfragen unter 168.000 Lesern durch. Die Jury zeichnet auf der Basis der Wahlergebnisse der Leser dann diejenigen Unternehmen und Individuen aus, deren Arbeit den größten Einfluss auf die jeweilige Branche hatten. Der Hauptteil der Bewertung ergibt sich demnach aus den Online-Umfragen und den Leserstimmen.

 

TECHTIMES: Sie hatten also keinerlei Einfluss auf die Vergabe?

KIEHNE: Nicht direkt, indirekt insofern, als dass die Jury sich natürlich unsere Arbeit, unsere Services, Veröffentlichungen und generell unsere Öffentlichkeitsarbeit ansieht und daraus ableitet, ob ein Dienstleister in die engere Wahl kommt, oder nicht. Das gilt eigentlich für alle Awards. Beim „IAM300“ Award kann man sich sogar nicht einmal selber bewerben, das können ausschließlich die Kunden, die müssen ihre Bewerbung ausführlich begründen und werden vom Auswahlgremium auch befragt. Den IAM 300 Strategies Award haben wir im Übrigen dieses Jahr auch verliehen bekommen.

 

TECHTIMES: Und wie viel hat die Teilnahme gekostet?

KIEHNE: Viele Jahre harte Arbeit (lächelt) …

 

TECHTIMES: Können Sie sagen, wofür genau Sie den Preis bekommen haben?

KIEHNE: „ACQ5“ adressiert mit seiner Arbeit den Finanzsektor. Das war früher gar nicht unser primärer Markt, denn dort wird i.d.R. gar nicht oder sehr wenig patentiert. Wir konnten aber nachweisen, dass Patente, deren Werte und Wertentwicklung ein wichtiger Indikator für die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens sind. Damit ist es ein wichtiger Investment-Indikator.

Wir konnten schon früher nachweisen, dass Patentportfoliowerte und deren Entwicklung über die Zeit ein Frühindikator für den Aktienkursverlauf des Unternehmens sind. Ferner spielen Patente und deren Werte natürlich bei Aktivitäten rund um „Merger and Acquisitions“ oft eine wichtige, zum Teil entscheidende Rolle. Hier konnten wir durch neutrale Wertermittlungen den Verkaufswert von Unternehmen und Unternehmensteilen bereits signifikant erhöhen, in einem Fall sogar um mehrere hundert Millionen Euro. Der Zusatzwert war mit Patenten hinterlegt.

Dasselbe gilt im Übrigen für Unternehmensinsolvenzen: Patente werden nur in den seltensten Fällen vom Verwalter verwertet, da er oftmals keinen einfachen, schnellen Weg sieht, diese zu bewerten und zu veräußern.

Darüber hinaus werden wir auch zunehmend in Start-up oder Phasen oder Finanzierungsrunden aktiv, wenn immaterielle Vermögenswerte eines Unternehmens in Form von Patenten zu bewerten sind.

 

TECHTIMES: Kommen wir zu Ihrem Alleinstellungsmerkmal: Wieso können Sie mit Ihrer doch sehr kleinen Mannschaft den großen Playern der Branche Paroli bieten?

KIEHNE: Wir haben in den vergangenen 15 Jahren ein Verfahren entwickelt, das in seiner Form einzigartig ist Es ist ein Analogieverfahren, das auf Referenzwerten gehandelter Patente aus der Vergangenheit basiert. Wir setzen dabei hochmoderne Algorithmen und Softwaretools ein.  Dadurch ist das Verfahren sehr präzise, schnell und damit auch für den Kunden kostengünstig.

 

TECHTIMES: Sind die anderen weniger schlau oder einfach nur zu unbeweglich?

KIEHNE: Ganz einfach: Die Dienstleister, die es Markt gibt, sind keine Softwareunternehmen und damit fehlt der systematische Ansatz. Auf der anderen Seite gibt es eine Reihe von Softwareunternehmen, die vermehrt im Bereich der statistischen Analyse von Patenten und der qualitativen Bewertung von Patenten arbeiten. Diesen Unternehmen fehlt wiederum der Praxisbezug und das Marktfeedback aus Transaktionen. Wir vereinen beide Eigenschaften und haben mit unserer Software-Schwestergesellschaft die besten Voraussetzungen Dienstleistungserfahrungen in performante Softwarealgorithmen zu überführen um daraus dann Services zum besten Preis-/Leistungsverhältnis anzubieten.

 

TECHTIMES: Und was steht aktuell auf Ihrer To-do-Liste?

KIEHNE: Was bei uns immer auf der To-do-Liste steht, ist die Weiterentwicklung unseres Regelwerkes. Da wird es in Kürze ein paar Neuerungen geben, die die Bewertungsqualität und Prognosesicherheit noch einmal signifikant erhöhen werden.

Ferner weiten wir unser Dienstleistungsportfolio aus: Oft sind Kunden unsicher, ob ihr Patent verletzt wird. Sicherlich können Sie sich vorstellen, dass das auch Auswirkungen auf den Patentwert hat. Daher fragen uns Kunden oft, ob wir eine potenzielle Verletzung für sie herausfinden können. Das können mit moderatem Aufwand und sehr systematischer Vorgehensweise. Und bislang mit erstaunlichem Erfolg. Hier bieten wir in bestimmten Fällen sogar ggf. erfolgsbasierte Modelle an.

 

TECHTIMES: Wie beurteilen Sie das aktuelle und künftige Marktgeschehen rund um Patenbewertung?

KIEHNE: Wie zuvor kurz geschildert, sehen wir derzeit viele Unternehmen, die sich auf die statistische Analyse von Patenten stürzen. Das ist u.a. auf die steigende Datenqualität zurückzuführen, die die Patentämter inzwischen anbieten. Mit Sicherheit wird das Thema an Relevanz gewinnen. Allein schon deshalb, weil die Zunahme an Marktteilnehmern auch das Bewusstsein der Unternehmen schärft.

Auch die Finanzbranche öffnet sich zunehmend diesem Thema, das spüren wir an der zunehmenden Anzahl an Anfragen aus diesem Bereich. Insbesondere forcieren die Fintech- und Insuretech-Unternehmen den Einzug der Schutzrechte in Branchen, in denen es bislang noch keine große Rolle gespielt hat. Dort wird sich in den nächsten Jahren sehr viel tun, da bin ich sicher. Nicht zuletzt, weil auch die Europäische Kommission das Thema aktiv vorantreiben möchte.

 

Heinz-Joachim Imlau
c/o TECHTIMES
Redaktionsbüro für technische Kommunikation
Susannastraße 7
45136 Essen
Tel.: 0201-471230
Fax: 0201-72948939
E-Mail: imlau@techtimes.de

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